Schule

Montessoripädagogik

„HILF MIR, ES SELBST ZU TUN“

charlotteDieses Zitat von Maria Montessori ist gleichsam eine Zusammenfassung der Montessori – Pädagogik, die gekennzeichnet ist durch großen Respekt vor der Würde und Einmaligkeit eines jeden Kindes.

WAS IST MONTESSORI – PÄDAGOGIK?

Jedes Kind ist selbst in der Lage und hat das Bedürfnis zu lernen und sich weiter zu entwickeln, es trägt seinen „Bauplan“ gleichsam in sich. “ DAS KIND IST BAUMEISTER SEINER SELBST “ Maria Montessori

WIE SOLL DAS GEHEN?

loewenzahnDer Pädagoge schafft eine vorbereitete Umgebung, welche die Möglichkeit zur freien Entfaltung der Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt. Mit speziell für die Montessori Pädagogik entwickelten Materialien -dem Montessori Material- erhält das Kind den „Schlüssel zur Welt“ . Durch das Ansprechen aller Sinne lernt das Kind durch „be – greifen“. Das Kind kann sich frei in seinen Tätigkeiten entscheiden, so lernt es verantwortungsbewusst mit Freiheit umzugehen und macht die Erfahrung, dass sein Tun immer sinnvoll ist.
Der Schulalltag ist wesentlich geprägt von selbständigem Lernen in „Freiarbeit“; so kann das Kind seinem individuellen Lernrhythmus folgen und persönliche Begabungen entwickeln. Das Kind kommt durch konzentriertes Spielen und Arbeiten, durch die „Polarisation der Aufmerksamkeit“ zu innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und Zufriedenheit.sophie
Der unermüdliche Bewegungsdrang und das angeborene Gesellungsbedürfnis der Kinder wird nicht behindert oder eingeengt, sondern durch entsprechendes Leiten und spezielle Angebote unterstützt.


 

Freiarbeit

Unsere Freiarbeit beginnt jeden Tag 7:30 Uhr. Viele Kinder sind oft schon eine viertel Stunde eher in ihrem Gruppenraum, um mit ihrer Arbeit zu beginnen. Freiarbeit heißt, sich still mit Materialien aus Mathematik, Sprache und Sachkunde zu beschäftigen. Jeder kann selbst wählen, mit welchem Arbeitsmaterial und an welchem Thema er arbeiten möchte. Wenn einem Kind mal gar nichts einfallen sollte, was es bearbeiten möchte, geben die LehrerInnen oder Erzieherinnen ihm Hinweise und Angebote.

freiarbeit

Das Besondere an der Freiarbeit ist außerdem, dass Kinder aus allen 4 Klassenstufen gemeinsam lernen und es sehr still ist, obwohl jedes Kind eine andere Aufgabe erledigt. Alle Materialien liegen in unseren Gruppenräumen griffbereit und meist in Augenhöhe, so dass wir es uns selbstständig holen und wegräumen können. Wir arbeiten aber nicht nur allein an unserem Platz, sondern auch mit einem Partner oder in einer Gruppe. Platz dafür haben wir entweder an den Tischen oder auf unserem großen Teppich. Der liegt mitten in unserem Zimmer und wir benutzen ihn auch für unsere Morgenkreise. Das Ende der Freiarbeit wird durch leise Musik eingeleitet. Nachdem wir alle unsere Materialien wieder an ihren Platz gelegt haben, treffen wir uns auf unserem Teppich zu unserem Morgenkreis. Die Mitte ist immer schön gestaltet und es brennt eine Kerze. Die Morgenkreise sind jeden Tag anders. Wir erzählen, singen, spielen, diskutieren, entspannen, lesen und stellen auch Ergebnisse aus der Freiarbeit vor. Am Freitag haben wir eine Abschlussrunde und der „Gruppenfuchs“ darf mit zu einem Kind über das Wochenende nach Hause. Manchmal gibt es Andachten oder den Klassenrat, der alle beim Lösen von Angelegenheiten der Gruppe einbezieht. Nach einem Tischgebet am Ende des Morgenkreises frühstücken wir und gehen danach in die Hofpause. Dann beginnt unser Fachunterricht.


 

Fachunterricht

Im Fachunterricht lernen die Kinder nach Klassenstufen getrennt. Er schließt sich an die Hofpause an. Der Fachunterricht entspricht dem herkömmlichen Unterricht mit den vielseitigen Methoden der Partner- und Gruppenarbeit, Stationslernen sowie Frontalunterricht mit Vermittlungs- und Übungssequenzen. Folgende Fächer werden im Fachunterricht durchgeführt: Kunst/Werken, Sport/Schwimmen, Religion, Musik, NuS („Natur und Soziales“ – nach einem speziellen Lehrplan mit sachkundlichen Themen) sowie die Begegnungssprache „Englisch“. Hinzu kommen Deutsch, Mathematik und Sachkunde mit geringer Stundenzahl.

In Klasse 4 erhalten unsere Schüler Noten, die die Grundlage für die Bildungsempfehlung darstellen. In den gabengebundenen Fächern werden Entwicklungsberichte ohne Noten erstellt. Ein Schultag dauert bis 11.50 Uhr. Die Dritt- und Viertklässler haben auch mal länger Unterricht. Danach können die Kinder den Hort und/oder die vielfältigen Ganztagsangebote nutzen.


Integration

Wir sind eine inklusive Schule!

Junge Menschen mit Behinderungen haben das Recht auf Teilhabe am allgemeinen Bildungssystem!
(UN-Konvention über Rechte von Menschen mit Behinderungen, März 2009)

Alle Schüler lernen bei uns gemeinsam, ungeachtet ihrer persönlichen Voraussetzungen, ihrer Beeinträchtigungen und Behinderungen! Innere Differenzierung ist bei uns ein grundlegendes und durchgängiges Unterrichtsprinzip. Die Vielfalt der Schüler ist uns willkommen und die Lernvoraussetzungen der Schüler werden ernst genommen. Seit der Gründung der Schule (1998) lernen bei uns Kinder mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, mit Sprach- und Lernschwierigkeiten und mit Verhaltensproblemen. Integration/Inklusion ist eine feste Säule unserer Schulkonzeption und wird von der gesamten Schulgemeinschaft mitgetragen. Kinder lernen am besten an Kindern (Vorbilder), durch Kinder (Helfer) und mit Kindern (Partner). Dies gilt erst recht für Kinder mit Beeinträchtigungen. Fördermaßnahmen sollten vorrangig in der Gemeinschaft stattfinden und andere Kinder mit einbeziehen. Wir sind auf Schüler mit Behinderungen eingerichtet. Unsere Schule ist barrierefrei, mit einem Aufzug ausgestattet und für notwendige Hilfen und Betreuung findet sich meistens eine Lösung. Unsere Lernmaterialien (nach Maria Montessori) sind anschaulich, verständlich und handlungsorientiert. „soziales Lernen“ und „individuelles Lernen“ haben gleichrangige Bedeutung: Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Toleranz und Akzeptanz, Regeln und Rituale, Selbst- und Mitverantwortung sowie die hohe Bewertung der Schulgemeinschaft sind bedeutungsvolle „Lernziele“ unserer täglichen Arbeit. Für alle Belange rund um die Integration von Schülern mit Behinderungen gibt es an unserer Schule einen Ansprechpartner.


 

Christliche Erziehung

  • Religionsunterricht nicht nur als Wissensvermittlung, sondern als gemeinsame Suche nach Antworten auf grundlegende Lebensfragen
  • Mit einer ganzheitlichen, sinnorientierten Pädagogik Kindern Glauben nahe bringen
  • Das Kirchenjahr bewusst leben und die Festtage gemeinsam begehen (feiern) und den Festen ihre Bedeutung geben
  • Schulgottesdienste und Andachten als ein fester Bestandteil des Schuljahres
  • Der Morgenkreis als Ort, wo man gemeinsam singt und betet, nachdenkt und erinnert
  • Der Stille einen Raum geben: In der Stille auf sich und andere achten, sich Zeit nehmen und auf die Seele hören
  • Ökumene als durchgehendes Prinzip
  • Kontakte zu den Kirchgemeinden der Schüler
  • Toleranz gegenüber anderen Glaubensüberzeugungen

„Und noch lange bevor die Biologen bemerkt hatten, dass die Liebe die stärkste Kraft ist, die das Leben beschützt und das Überleben erklärt, hatte die Religion auf die Liebe als die das Leben erhaltende Kraft hingewiesen. Es genügt nicht, erschaffen zu sein, man muss auch geliebt werden, um leben zu können.“

Maria Montessori

hjgodi2011


 

Tagesablauf

06.45-07.15 Uhr Frühbetreuung

7:00 Uhr Öffnen des Schulgebäudes
07.15-07.30 Uhr gleitender Unterrichtsbeginn
07.30-09.00 Uhr Freiarbeit in altersgemischten Gruppen
09.00-09.45 Uhr Morgenkreis und Frühstück

09.45-10.15 Uhr Hofpause
10.20-11.05 Uhr Fachunterricht
11.10-11.50 Uhr Fachunterricht
11.50-12.35 Uhr Fachunterricht/ Freizeit

ab 11.50 Uhr freies Spiel (unter Aufsicht) und Mittagessen*
ab 12.30 Uhr Hortzeit/AG-Angebote
13.00 Uhr Hausaufgabenbetreuung
14.15 Uhr Gemeinsame Vesper in den Hortgruppen
ab 14.45 Uhr offene Hortarbeit Spiel-, Bastel- und Freizeitangebote
Der Hort schließt 16.30 Uhr

*Unser Mittagessen wird von der Firma „Bio Fee“ frisch gekocht und sorgt für ein abwechslungsreiches Angebot – auch für Allergiker

Im Rahmen der Ganztagsschule gibt es ab 12.30 Uhr viele AG-Angebote, die von allen Kindern genutzt werden können. Zwischen Unterricht und Hort haben die Kinder die Möglichkeit zum freien Spiel und werden betreut. Dabei arbeiten Hort und Schule eng zusammen.


 

Ganztagesangebot

Unsere Ganztagsangebote tragen wesentlich dazu bei, Bildung auf hohem Niveau und in guter Qualität zu ermöglichen. Dabei werden die Anforderungen unserer Konzeption einer individuellen, leistungsdifferenzierten Förderung und Forderung in besonderer Weise ergänzt und der praktische Bezug zum vermittelten Wissen hergestellt. Die Ziele des Lehrplans werden so über den Unterricht hinaus besser erreicht. Dies bildet auch den Schwerpunkt unsere Arbeit im Rahmen von GTA. Durch die aktive Beteiligung der Eltern und den überdurchschnittlichen Einsatz unserer Lehrer werden für die Kinder beste Voraussetzungen für eine freie Entfaltung geboten und die Schulgemeinschaft wird gestärkt.

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Die Gruppen der Schüler

Unsere Gruppen nennen sich:

  • Rotfüchse mit Gruppenleiterin Sylke Seifert und pädagogischer Mitarbeiterin Maria Mehlhorn
  • Blaufüchse mit Gruppenleiterin Anja Hartmann und pädagogischer Mitarbeiterin Yvette Fischer
  • Steppenfüchse mit Gruppenleiterin Cornelia Schaarschmidt und pädagogischer Mitarbeiterin Sylvia Schmiedl
  • Wüstenfüchse mit Gruppenleiterin Ariane Grund und pädagogischer Mitarbeiterin Jeannine Helbig
  • Pampasfüchse mit Gruppenleiter Alfons Weber und pädagogischer Mitarbeiterin Gisela Frank
  • Kitfüchse mit Gruppenleiterin Susanne Söldner und pädagogischer Mitarbeiterin Ute Bach
  • Kapfüchse mit Gruppenleiterin Constance Hecking und pädagogischem Mitarbeiter Dr. Axel Röhrborn

In jeder einzelnen Gruppe lernen die Kinder aus den Klassenstufen eins bis vier gemeinsam in der Freiarbeit.


 

Unser Team

Die Grundvoraussetzungen für eine Lehrertätigkeit an der Christlichen Montessori Grundschule entsprechen den Erfordernissen, die an das pädagogische Personal einer staatlichen Grundschule gestellt werden. Die Lehrkräfte müssen eine fächerbezogene pädagogische Qualifikation nachweisen. Darüber hinaus wird die Bereitschaft erwartet, den persönlichen christlichen Glauben aktiv in den Schulalltag einzubringen.
Das Montessori-Diplom ist Bedingung. Es kann auch berufsbegleitend erworben werden. Unsere pädagogischen Mitarbeiter besitzen ebenfalls alle das Montessoridiplom. Ständige Fort- und Weiterbildungen sind Bestandteil der Arbeit aller Pädagogen.


 

Elternarbeit

Wir sind für Sie als Eltern Ansprechpartner für:

– Anregungen, Ideen, Meinungen rund um den Schulalltag
– Fragen und Probleme, Anliegen zu gruppeninternen Themen

Sie erreichen uns per email elternvertreter@montessori-schule-annaberg.info

Alle Anfragen werden vom Elternrat vertraulich behandelt.

Namen und Gruppen der Elternvertreter:

Blaue Gruppe: Herr Kilian Langer, Frau Ute Lübke
Terra Gruppe: Frau Carola Säuberlich, Frau Susann Wolf
Grüne Gruppe: Frau Christina Reuter
Lila Gruppe: Frau Annett Fritzsch, Herr Jens Reinwarth
Gelbe Gruppe: Frau Manuela Gundermann, Sandra Welzien
Orange Gruppe: Frau Jana Härtel, Herr Thomas Oettel
Rote Gruppe: Frau Manuela Epperlein, Frau Katrin Pöttrich

Der Elternrat der Christlichen Maria Montessori Grundschule


 

Jahresplan

Unser Schuljahr

Unser Jahresplan orientiert sich am Kirchenjahr und an den gesellschaftlichen Höhepunkten sowie an den Bedürfnissen unserer Schüler. Neue Ideen und Mithilfe bei deren Umsetzung sind willkommen.

Höhepunkte im Schulleben:

  • Schulgeburtstag
  • regelmäßige Treffen aller Schüler mit Vorführungen von AGs, Therapiegruppen, Talenten usw.
  • Faschingsfeierfasching
  • mehrtägiges Projekt
  • Projekt „Ich und du“ zur Sexualerziehung in Klasse 3ichunddu
  • Ausflüge zum Kindertag
  • zweitägige Jugendherbergsfahrtjugendherberge
  • Exkursion in die Landeshauptstadt für Kl. 3 und 4 aller zwei Jahre
    dresden
  • Radtour der Klasse 4 zum Abschluss der Grundschulzeitradtour
  • Lesenächte in den Freiarbeitsgruppen

Religiöse Höhepunkte:

  • Gottesdienst zum Schulanfang
  • Erntedankfesterntedank
  • Nikolausbesuch
  • Adventsandachten, Weihnachtsfeier
  • Haussegnung Epiphanias
  • Andachten in der Passionszeit
  • Kindergottesdienste am Ende der Schulhalbjahre

Kulturelle und sportliche Höhepunkte:

  • Krippenspiel auf dem Annaberger Weihnachtsmarktweihnachtsmarkt
  • Theaterbesuchetheaterbesuch
  • Bibliotheksbesuche
  • Opernbesuch in Klasse 4
  • Sportfest
  • Fußballturnierfussballturnier
  • Wintersporttage
  • regelmäßige Teilnahme an Vergleichswettkämpfen mit anderen Schulen

Veranstaltungen für Eltern und die ganze Familie:

  • Tag der offenen Tür
  • zwei Gruppenelternabende
  • Elternabende zu speziellen Themen einzelner Jahrgänge
  • regelmäßige Elternschule
  • Aufführungen der Theatergruppe
  • Winterwanderung
  • Schul- und Vereinsfest zum Abschluss eines Projekts
  • Elternandacht am Schuljahresende

 


 

Evaluation

Die vollständige Publikation können Sie erwerben, indem Sie uns einen adressierten und frankierten Rücksendeumschlag und 3,50€ in bar oder in Briefmarken zusenden.

montessori verein annaberg e.V.

zu Hd. Herrn Simon

Zinnhof 5

09456 Annaberg-Buchholz